Zahnpasta selber machen – Für gesunde, weiße Zähne und gegen Karies

 

Gesunde Zahnpasta selber machen ist ganz einfach. Warum also noch mit Fluorid und Mikroplastik versetzte Zahnpasta kaufen?

Wer sich ausführlicher mit dem Thema der Körperpflegeprodukte und deren Schädlichkeit beschäftigen möchte, dem kann ich nur dsa Buch von Marion Schimmelpfennig empfehlen:

Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer

Zahnbürste

 

Ihr benötigt:

 

1  EL Kurkuma (Gewürzpulver)

4 EL Xylit (Birkenzucker)

1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer

(Optional: 50g Natron)

 
Kokosöl

Optional: Mandelöl

 

-> Überall, wo es möglich ist, am Besten hochwertige Bio-Produkte verwenden. Der Gesundheit zuliebe 😉

 

Kurzfassung:

1. Mischt alle trockenen Zutaten zusammen

2. Erwärmt Kokosöl und vermischt es mit dem Pulver, so dass eine cremige Masse entsteht

3. Optional: Gebt etwas Mandelöl hinzu, damit es weicher bleibt

 

Das beste Ergebnis erzielt ihr übrigens, wenn ihr Ölziehen in eure tägliche Morgenroutine einbaut.

 

Das Pulver

Zuerst mixt ihr das Pulver zusammen.

Wer Kurkuma kennt, weiß um seine extrem färbende Wirkung. Ich durfte selbst schon einige Tage mit gelben Fingerspitzen rumrennen, weil ich ohne Handschuhe eine frische Wurzel bearbeitet hatte :). Gelb werden die Zähne davon jedoch nicht, im Gegenteil, Kurkuma unterstützt das Aufhellen eurer Beißerchen. Auch verfärbte Raucherzähne können davon in neuem Glanz erstrahlen. Wichtiger ist der gesundheitliche Aspekt der Zahnpasta. Auch hier spielt das Kurkuma wieder eine Rolle.Über Kurkuma findet ihr einen eigenen Beitrag, speziell etwas zur zahngesundheit unter dem Punkt „Kurkuma als Medizin„.

Piperin, der Hauptwirkstoff in schwarzem Pfeffer steigert die Bioverfügbarkeit (Aufnahme) von Curcumin um zweitausend Prozent.

Auch Xylit (Birkenzucker) ist ein sehr interessantes Produkt und wunderbar für die Zähne. Xylit ist ein sogenannter Zuckeraustauschstoff und ist süß wie Zucker, beeinflusst den Blutzuckerspiegel jedoch nicht so negativ wie es bei üblichem Haushaltszucker der Fall ist. Man darf ihn jedoch nicht mit künstlich hergestellten Süßstoffen gleichsetzen, da Xylit aus Pflanzen gewonnen wird, hauptsächlich aus der Rinde der Birke. Bei der finnischen Turku-Studie wurde nachgewiesen, dass es eine Vorbeugung von Zahnbelag, Zahnstein und Karie bewirkt. Dies liegt daran, dass die kariesauslösenden Bakterien den Xylit aufnehmen, so wie sie es auch bei Zucker tun, ihn aber jedoch nicht verstoffwechseln können und quasi „verhungern“.

Ich empfehle an diesem Punkt auch, gerade nach süßen Speisen, einfach einen TL Xylit in den Mund nehmen und einfach für ein-zwei Minuten damit spülen. Glaubt mir, ihr hattet noch keine köstliche Mundspülung und danach einen zuckersüßen Atem (;
Falls ihr noch mehr über Xylit wissen wollt, empfehe ich euch folgendes Buch:
Xylit: Der ideale Zucker: Gesund für Zähne, Stoffwechsel und Immunabwehr – Bio

 

Optional könnt ihr Natron für die Zahnpaste verwenden, jedoch solltet ihr diese Zahnpasta nur ca. 1x die Woche nutzen (ähnlich zu so mancher herkömmlicher Whitening-Zahnpasta).

Das Natron sorgt für weißere Zähne. Wer kennt nicht den bekannten Trick mit dem Backpulver. Und Natron ist ja ein Bestandteil des Backpulvers, wie wir es in der Küche kennen. Natron greift im Gegensatz zu den anderen Inhaltsstoffen jedoch verstärkt euren Zahnschmelz an, daher nicht unbedingt jeden Tag nutzen. Ich habe es ursprünglich selbst jeden Tag verwendet, wobei meine Zähne mit der Zeit davon leicht fleckig wurden, weswegen ich es weggelassen habe und nur manchmal verwende.

Ihr könnt Natron recht teuer in der Backabteilung eures Supermarktes beziehen oder günstig in größeren Mengen (ja, man kann doch einen recht hohen Verbrauch haben – schaut euch dazu den Beitrag Basisch baden an) im Internet.

Angefangen habe ich mit einem 5kg-Eimer, mittlerweile bestelle ich mir 25kg-Säcke 😉

Natron 5kg Natriumhydrogencarbonat NaHCO3

 

 

Die Paste

 

Wenn ihr es euch einfach machen wollt, oder aber die Öle nicht habt und nicht kaufen wollt (was ich jedoch nur empfehlen kann, gerade für meine anderen Rezepte), könnt ihr an diesem Punkt aufhören und mit dem Pulver putzen. Es ist gewöhnungsbedürftig, aber absolut wert. Ein besseres Zahnpasta-Feeling erhaltet ihr, wenn ihr die nächsten Schritte noch anwendet:

Kokosöl ist ja auch ein wahres Wundermittel. Informationen und Verwendungstipps findet ihr in extra Artikeln.

Da sein Schmelzpunkt bei ca. 26° liegt, hat es bei mittlerer Raumtemperatur eine wunderbare Konsistenz. Erwärmt zu Beginn erst einmal 2 EL vorsichtig. Am Besten im Wasserbad, achtet darauf, dass es nicht zu heiß wird (<42° bleiben) und bloß nicht in der Mikrowelle! Wir wollen uns nämlich noch die zahnpflegende und reinigende Wirkung des Kokosöls zu Nutze machen.

 

 

zahne-putzen-flickr

Foto: flickr commons – my bff… the toothbrush

Mischt nun so viel Pulver hinein, wie möglich ist, so dass es eine cremige Masse wird. Je nachdem wie groß ihr eure Esslöffel hier gewählt habt, könnt ihr nun noch etwas mehr Kokosöl verflüssigen und dazu geben (bzw. in die Mischung und erwärmen). Tastet euch langsam an eine gute Konsistenz und macht eurer Pulver alle. Es ist nur wichtig, dass die Mischung nicht zu viel Öl enthält. Kühlt das ganze nun ab, würde es sehr fest werden. Wer kein Mandelöl hat, kann hier problemlos aufhören, so habe ich selbst längere Zeit geputzt. Füllt das Ganze in ein geeignetes Gefäß mit Deckel. Wenn Ihr putzen wollt, spült den Zahnbürstenkopf mit heißem Wasser, dadurch lässt sich eure Zahnpasta dann leichter entnehmen.

Wollt Ihr aber eine weichere Konsistenz, gebt zu der noch flüssigen, warmen Masse das Mandelöl. Wieder gut verrühren, in ein Gefäß geben und abkühlen lassen.

>> Fertig ist eure Zahnpasta

Aber Achtung, eure Zahnbürste ist danach versaut 😉

 

Schaut euch auch weitere DIY-Anleitungen an, wie z.B. meine selbstgemachte Bodylotion:

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DIY Bodylotion

 

13 Kommentare:

  1. Hallo
    ich habe nun schon öfter gehört dass man Natron bzw. Backpulver auf keinen Fall zum Zähneputzen verwenden soll weil es den Zahnschmelz irreversibel schädigt – trotzdem findet man in Naturkosmetik-Rezepten sehr oft Natron in der Zahnpasta… Könntest du mir vll eine Erklärung dazu geben?
    Kann ich die Zahnpasta auch einfach ohne Natron herstellen und verwenden oder ist das Natron dazu zwingend notwendig?
    Danke
    lg Sarah

     
    • Hallo Sarah,
      tut mir Leid, dass ich erst jetzt antworte. Generell stimmt es, dass Natron den Zahnschmelz angreift, dabei jedoch weit weniger schädlich ist als das ganze Whitening-Zeug aus der Drogerie und bietet dabei noch die Vorteile, dass es unterstützt Bakterien im Mund zu neutralisieren.
      In dieser Dosis und Kombination mit den anderen Produkten ist es also kaum ein Thema und weit besser als normale Zahnpasta. Natürlich kannst du es auch einfach weglassen.
      Liebe Grüße Michelle

       
  2. Pingback: Links 20. maerz | Grosse Klingonen

  3. Hallo,
    Ich habe jetzt schon öfter von selbstgemachter Zahnpaste mit den unterschiedlichsten Komponenten gehört. Dieses Rezept gefällt mir am besten jnd ich würde es sehr gerne einmal testen. Ich frage mich nur ob das Kurkuma künstliche Zähne einfärbt, z.b. solche aus Kunststoff oder Porzellan?
    Gibt es dazu Erfahrungswerte?
    Lieben Dank
    Julia

     
    • Hallo Julia,
      also ich kann jetzt nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen, aber bei allem was ich bisher gelesen habe (Erfahrungen anderer), scheint das Kurkuma Kunststoff durchaus färben zu können, während du aber bei den Keramikstoffen keine Probleme haben dürftest. Ich hoffe das hilft dir.
      Liebe Grüße
      Michelle

       
  4. Hallo Michelle,
    ich habe freiliegende Zahnhälse, und möchte gerne darauf achten, das der Abrieb der Zahncreme nicht zu hoch ist . Kannst du mir etwas darüber sagen, bzw. wie sich das bei sensiblen Zähnen auswirkt… das wäre super
    Herzliche Grüsse
    Anita

     
    • Hallo Anita,
      also vorweg, ich bin keine Zahnärztin und übernehme keine Verantwortung für meine Ratschläge und mit solchen Zahnproblemen habe ich leider keine Erfahrung. Aber wenn du die Zahnpasta feiner möchtest, dann könntest du entweder feiner gemahlenes Xylit verwenden oder, was auch eine ähnliche Wirkung gegen Karies hat, Stevia benutzen, dies ist ja sehr fein. Auch würde ich dir dann empfehlen etwas mehr Kokosöl für die Mischung zu nehmen. Inwiefern die Zahnpasta bei empfindlichen Zähnen hilft, kann ich leider nicht sagen, aber ein Versuch kann bestimmt nichts schaden.
      Ich wünsche dir viel Erfolg dabei (:
      Liebe Grüße
      Michelle

       
  5. kann man für Mandelöl auch ein anderes Öl verwenden?

     
    • Hallo Dagmar,
      also generell kannst du auch anderes Öl nehmen, aber wie ich erwähnt habe, ist das Öl nicht notwendig. Abhängig von deiner Mischung wird die Konsistenz der Pasta eh völlig unterschiedlich. Du kannst es ja erst mal ohne probieren und wenn es dir nicht gefällt (also zu fest ist) wieder erwärmen und mit Öl verflüssigen. Bei mir klappt es auch nicht immer beim ersten Versuch.

       
  6. Echt ein super Rezept, danke dafür. Bin bisher voll damit zufrieden.
    Mein einziges Problem ist, dass die Paste sehr fest ist und man sie schon eher mit der Bürste rauskratzen muss. Kann man da irgendwas machen?

     
    • Hallo Maria,
      danke und es freut mich, dass dir die Anleitung gefällt.
      Die Konsistenz ist abhängig von zwei Faktoren. Zum einen ist es dein Mischverhältnis des Öls/der Öle und zum anderen die Schmelztemperatur des Kokosöls. Also entweder du erwärmst alles noch mal und gibst mehr Kokosöl dazu (wenn du das Gefühl hast, es ist zu viel Pulver) und/oder du gibt mehr Mandelöl (oder ein anderes flüssiges) hinzu. Fest kann die Zahnpasta aber auch sein, wenn die Umgebung zu kühl ist. Während es bei mir im Bad immer angenehm warm ist und die Konsistenz super, so ist sie schon oft fester wenn ich woanders bin. Kleiner Tipp: Die Zahnbürste schön unter heißes Wasser halten und dann kannst du es recht einfach rausschaben.
      Ich hoffe das hilft dir 🙂

      Liebe Grüße
      Michelle

       
      • Ich habe die Paste heute angerührt und danach sofort ausprobiert. So weit, so gut aber das Waschbecken war anschliessend eine Katastrophe. Vielleicht zu viel Öl? Hatte nach dem Putzen einen schönen gelben Schmierfilm im Becken, der einfach nur mit Wasser nicht wegging.

         
        • Kokosöl solltest du mit heißen Wasser wegbekommen, da der Schmelzpunkt etwas höher liegt. Also ich denke wenn du da nach dem Putzen noch mal gründlich mit heißen Wasser spülst, sollten da keine Reste bleiben 🙂

           

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